Fragen

Was ist die Rote Liste?

Was will die Rote Liste?

Das gebaute Erbe ist nicht selbstverständlich da. Oft wird es erst bemerkt, wenn es bereits verloren ist. Das muss nicht sein: Die Rote Liste gibt dem bedrohten Kulturerbe – in erster Linie gefährdeten Baudenkmälern – eine Stimme. Sie motiviert zum Nachdenken und zum Mitmachen, damit unser gebautes Erbe eine Zukunft in Anstand und Würde erhält.

Wer steht hinter der Roten Liste?

Die Rote Liste wird vom Schweizer Heimatschutz betrieben. Mit 27’000 Mitgliedern und Gönnern ist er die führende Schweizer Non-Profit-Organisation im Bereich Baukultur. Seit 1905 besteht er als nationale Dachorganisation von heute 25 kantonalen Sektionen. Die Rote Liste steht all denjenigen offen, die sich für das kulturelle Erbe der Schweiz engagieren.

Seit wann gibt es die Rote Liste?

Im März 2003 lancierte der Schweizer Heimatschutz die Rote Liste gefährdeter Bauten. Von den rund 170 aufgeführten Objekten konnten rund 60 gerettet werden. 40 Gebäude wurden hingegen abgebrochen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Im Kulturerbejahr 2018 hat der Schweizer Heimatschutz die Rote Liste als interaktive Plattform neu lanciert.

Was bedeutet «Rote Liste»?

Üblicherweise umfassen Rote Listen gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Die Rote Liste des Schweizer Heimatschutzes macht gefährdetes Kulturgut sichtbar.

Wie kann ich mitmachen?

Wie kann ich ein Gebäude oder einen Fall für die Rote Liste melden?

Melden Sie hier Ihren Fall.
Prüfen Sie hier, ob Ihr Anliegen ein Fall für die Rote Liste ist.

Wie kann ich mich für einen Fall auf der Roten Liste engagieren?

Jedes Engagement zählt! Unser gemeinsames Ziel ist es, bedrohtes Kulturgut zu retten. Dafür braucht es Sichtbarkeit und Mitwirkung. Einen Fall in den Sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram) zu teilen oder zu kommentieren, ist bereits eine wertvolle Unterstützung. Warten Sie nicht, werden Sie gleich hier bei unseren aktuellen Fällen aktiv!

Kann ich mich generell für die Rote Liste und den Schweizer Heimatschutz einsetzen?

Damit die Rote Liste eine breite Wirkung erzeugen kann, ist sie auf Ihre Unterstützung angewiesen. Werden Sie mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende Retter/in der Baukultur. Mehr dazu hier.

Warum soll unser Kulturerbe erhalten werden?

Wieso geht das gebaute Erbe uns alle an?

Das gemeinsame Kulturerbe bildet die Basis des Bewusstseins und der Zusammengehörigkeit unserer Gesellschaft. Es ist identitätsstiftend und Zeugnis der kulturellen Leistungen und Unterschiede in den verschiedenen Regionen der Schweiz.

Die intakten Kulturlandschaften, Ortsbilder und Baudenkmäler, aber zum Beispiel auch historische Brücken und Verkehrswege, einzigartige Dampfschiffe oder Luftseilbahnen prägen das Bild der Schweiz. Dem vielfältigen gebauten Erbe ist Sorge zu tragen, damit dieser einzigartige Reichtum auch in Zukunft erlebbar und nutzbar ist. Das gemeinsame Erbe verdient es, gehegt und gepflegt zu werden, für uns und für die kommenden Generationen.

Weiterführende Dokumente finden Sie hier:
Leitsätze zur Denkmalpflege in der Schweiz
Eidgenössisches Natur- und Heimatschutzgesetz

Wofür setzt sich der Schweizer Heimatschutz ein?

Der Schweizer Heimatschutz und seine kantonalen Sektionen setzen sich dafür ein, dass Baudenkmäler aus verschiedenen Epochen vor dem Abbruch bewahrt werden und weiterleben. Ebenso fördern sie zeitgemässe, gute Architektur bei Neubauten.

Erfahren Sie mehr im Leitbild des Schweizer Heimatschutzes.

Was ist der Unterschied zwischen Heimatschutz und Denkmalpflege?

Bund, Kantone und verschiedene Städte haben Fachstellen geschaffen, die sich dem Erhalt und der Pflege historischer Kulturgüter widmen. Diese staatlichen Fachstellen, die einen Gesetzesauftrag umsetzen, werden verkürzt „Denkmalpflege“ genannt. Weitere Informationen: http://www.denkmalpflege.ch

Der Schweizer Heimatschutz und seine kantonalen Sektionen sind privatrechtlich organisierte Vereine, die sich ebenfalls dem Erhalt und der Pflege historischer Kulturgüter widmen. Ihre Tätigkeiten werden durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Legate sowie durch Einnahmen durch den Verkauf von Publikationen und dem Schoggitaler finanziert. Der Einsatz von vielen Freiwilligen macht es möglich, dass viele historisch wertvolle Kulturgüter erhalten bleiben.

Der Heimatschutz kann keine Häuser unter Schutz stellen. Mit dem Verbandsbeschwerderecht besitzt er jedoch auf Bundesebene und in verschiedenen Kantonen das Recht, Entscheide von Gerichten und Behörden auf ihre Vereinbarkeit mit den gesetzlichen Grundlagen zu überprüfen.

Wie bleibe ich auf dem Laufenden?

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Ein bestimmter Fall interessiert mich besonders. Wie erfahre ich alles dazu?

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Wo kann ich mir weitere Informationen besorgen?

Erfahren Sie mehr über die Rote Liste und weitere Projekte des Schweizer Heimatschutzes auf Facebook, Twitter und Instagram oder werden Sie Mitglied beim Schweizer Heimatschutz. Als Mitglied geniessen Sie zahlreiche Vorteile und erhalten viermal jährlich die Zeitschrift Heimatschutz/Patrimoine.

Medien
Sie sind Journalist/-in oder Redaktor/-in und möchten regelmässig die Medienmitteilungen zur Roten Liste erhalten? Sie möchten über die Rote Liste oder einen der Fälle berichten und benötigen weitere Informationen oder Bildmaterial? Richten Sie Ihre Anfrage an roteliste@heimatschutz.ch.

Darf ich noch mehr wissen?

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich über die Rote Liste aktiv werde?

Sobald Sie auf der Roten Liste aktiv werden (z.B. eine Petition unterschreiben oder den Newsletter abonnieren), werden zur ordnungsgemässen Abwicklung persönliche Daten benötigt. Der Schweizer Heimatschutz hält sich an die Bestimmungen der schweizerischen Datenschutzgesetzgebung. Ihre Informationen werden zu keinem Zweck vermietet, verkauft oder ausgetauscht. Der Schweizer Heimatschutz gibt grundsätzlich keine Daten an aussenstehende Personen oder Organisationen weiter. Er erlaubt sich, die Adressen für Mitteilungen über neue Produkte zu verwenden. Sie können sich jederzeit auf eine Sperrliste setzen lassen.

Wer finanziert und unterstützt die Rote Liste?

Der Schweizer Heimatschutz ist eine Non-Profit-Organisation im Bereich Baukultur, bei der Sie Mitglied werden können. Er ist für die Bewirtschaftung der Roten Liste auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Auch die kleinste Spende ist willkommen!

Betrifft die Rote Liste des Schweizer Heimatschutzes nur Objekte in der Schweiz?

Auf die Rote Liste werden ausschliesslich gefährdete Objekte in der Schweiz gesetzt. Die Plattform gewährt jedoch in einzelnen Fällen auch einen Blick ins Ausland.

Gibt es andere Rote Listen zum Kulturerbe in der Schweiz?

In der Schweiz ist die Rote Liste des Schweizer Heimatschutzes einmalig. Ähnliche Plattformen in anderen Ländern verfolgen jedoch vergleichbare Ziele.

Besuchen Sie auch: #SOSBrutalism | World Monuments Fund | 7 Most Endangered 

An wen wende ich mich mit weiteren Fragen zur Roten Liste?

Ihre weiteren Fragen richten Sie per E-Mail an roteliste@heimatschutz.ch

Was möchten Sie wissen?

Die Rote Liste des Schweizer Heimatschutzes ist eine Austausch-, Interaktions- und Kampagnenplattform für Anliegen der Baukultur, der Denkmalpflege und des Ortsbildschutzes in der Schweiz. Sie macht aufmerksam auf gefährdete Objekte von baukulturellem Wert und öffentlichem Interesse mit dem Ziel, diese für die Zukunft zu retten.

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