Einige der wichtigsten Stücke von Bertolt Brecht erlebten auf dieser Bühne ihre Weltpremiere. Nach 1945 wurden im Theatersaal zahlreiche Dramen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt uraufgeführt. (Foto aufgenommen in den 70er-Jahren)
Grössen wie Friedrich Dürrenmatt sind im Theatersaal Pfauen ein- und ausgegangen. (Bild von 1966)

Der Zürcher Heimatschutz kämpft für den Theatersaal Pfauen

Im Juli 2018 präsentierte der Zürcher Stadtrat zusammen mit der Leitung des Schauspielhauses der Öffentlichkeit Umbaupläne für das Theater am Pfauen. Das Schauspielhaus am Heimplatz soll umfangreich modernisiert werden. Geplant ist ein kompletter Theaterneubau hinter der Fassade (Beitrag SRF News, 06.07.2018). Das Projekt sieht dafür vor, sämtliche dem Theaterbetrieb dienenden Bauten hinter der Fassade abzureissen, auch den historisch bedeutenden Theatersaal, auch bekannt als letzte freie Bühne und Zufluchtsort exilierter Schauspieler und Schauspielerinnen sowie von Autoren zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Der Stadtrat entlässt für das intendierte Vorhaben den Pfauensaal als kommunales Schutzobjekt aus dem Inventar und stellt eine Volksabstimmung über das Bauprojekt in Aussicht. Die von der Stadt angeführten Gründe für die Preisgabe des Saals sind für den Heimatschutz und für viele Personen aus der Stadt, dem Kanton und in der ganzen Schweiz nicht nachvollziehbar. Der Heimatschutz hat deshalb Rekurs eingelegt und fordert eine genaue Überprüfung, wie die notwendigen Sanierungsmassnahmen unter Erhalt des Theatersaals erfolgen können (Beitrag Tagesanzeiger, 15.08.2018).

Der Heimatschutz rekurriert im Detail aus folgenden Gründen

  • Städtische Denkmalpflege marginal beigezogen
  • Stellungnahme der städtischen Denkmalpflegekommission blieb unbeachtet
  • Bauhistorischer Stellenwert des Theatersaals nicht ausreichend begutachtet
  • Der Heimatschutz kritisiert, dass in den vorgelegten Machbarkeitsstudien zwar alternative Strategien erwähnt werden, die nicht vom Abriss des Saals ausgehen, diese aber nicht weiter und in die Tiefe gehend geprüft wurden

Vollständiges Argumentarium und Medienmitteilung des Zürcher Heimatschutzes kann hier eingesehen werden.

Pläne Pfleghard & Häfeli

Kontakt bei Rückfragen

Stadtzürcher Heimatschutz
kontakt@heimatschutzstadtzh.ch

«Wir wollen, dass seriös geprüft wird, wie der Theatersaal erhalten und saniert werden kann.»
Barbara Truog, Präsidentin des Stadtzürcher Heimatschutzes (Limmattaler Zeitung, 15.08.2018)

Interview mit Dirk Wauschkuhn, Regionaljournal Zürich Schaffhausen (06.07.2018)

«Ein ganz neues Kostüm ist nicht die Rettung der Theaterkunst»
Urs Bühler (NZZ, 7.7.2018)

Kampf um den historischen Theatersaal, Regionaljournal Zürich Schaffhausen (14.08.2018)
Echec / Leis ob Vals, GR

Skandalöser Abbruch eines Baudenkmals in Leis ob Vals

Am 28. November 2018 wurde das überregional bedeutende Baudenkmal «Hansjörisch Hus» mutwillig und während eines laufenden Unterschutzstellungsverfahrens zerstört. Der Bünder Heimatschutz erwägt gegen dieses skandalöse Vorgehen strafrechtliche Schritte einzuleiten und fordert einen umgehenden Baustopp.

Echec / Wettingen, AG

Murihof – ein Fall von «Denkmalentsorgung»

Anfang Oktober 2018 wurde illegal, ohne Baufreigabe zwei Drittel des historisch bedeutenden «Murihofs» in Wettingen zerstört. Das Niederreissen des Ökonomieteils sowie des neueren Wohnungsanbaus kommt einem gravierenden Rechtsbruch gleich, den der Aargauer Heimatschutz nicht hinzunehmen gewillt ist.

En cours / Genève, GE

Le Plaza, un chef-d’œuvre en péril

Menacée de démolition depuis sa fermeture en 2004, cette prestigieuse salle de cinéma a certes subi des transformations successives d’ordre technique et fonctionnel, mais sa structure d’origine est restée intacte. La lutte pour le sauvetage du Plaza continue même si la démolition peut survenir à n'importe quel moment. Plusieurs militants de l’association «Le Plaza ne doit pas mourir» et Patrimoine suisse Genève se mobilisent.

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