Der kleine Weiler Steinhaus gehört zur Gemeinde Ernen. Das Heidenhaus ist auch für das Ortsbild äusserst relevant.
Blick in die Schlafkammer: mit stimmigen baulichen Massnahmen wird es hier wunderbar gemütlich!
Das lokaltypische "Heidechriz" von Innen: erstaunlich, wie gut es noch erhalten ist. Hier befand sich die offene Rauchkammer.
Strickbau, Heidenhaus Steinhaus VS
Die oberen Geschosse sind in Strickbauweise ausgeführt. Das handwerkliche Geschick der Erbauer ist beeindruckend.

Bemerkenswertes Beispiel der spätmittelalterlichen Bautradition im Goms

Walter Ruppen beschreibt das Wohnhaus aus dem 15. Jahrhundert in «Die Kunstdenkmäler des Kanton Wallis, Band II» als wohlproportioniertes «Heidehüs» mit dem für diese Region des Untergoms charakteristischen «Heidechriz». 1717 renoviert, besitzt das Haus auch einen typischen Specksteinofen aus dem Jahr 1862. Das seit Jahren leerstehende Haus im Gommer Weiler Steinhaus braucht dringend eine Dachreparatur und eine neue Nutzung, sonst zerfällt es. Die Gemeinde zog sogar schon eine Abbruchverfügung in Erwägung. Der heutige Besitzer des Hauses kann die dringend nötigen Massnahmen zum Substanzerhalt nicht an die Hand nehmen. Sowohl der Besitzer als auch die Gemeinde und die kantonale Denkmalpflege wünschen sich aber eine sinnvolle Zukunft für das Baudenkmal.

Rettung dank der Stiftung Baustelle Denkmal

Die Stiftung Baustelle Denkmal wurde über die Rote Liste auf das Heidehüs aufmerksam. Sie hat mit dem Besitzer vereinbart, das Gebäude im Baurecht zu übernehmen und in Stand zu stellen. Dabei wird eine möglichst sanfte Renovation angestrebt. Das Haus soll auch in Zukunft einen Einblick in die früheren, einfachen Wohnverhältnisse geben. Im Oktober 2019 werden dringend nötige Sicherungsarbeiten mit Zivis ausgeführt. Für den Sommer 2020 sucht die Stiftung Freiwillige, welche mithelfen, das Gebäude fachgerecht in Stand zu stellen.

Kontakt

Stiftung Baustelle Denkmal
info@baustelle-denkmal.ch

Wie Rettung eines solchen Objekts gelingen kann, zeigt das Beispiel des Schnydrighaus bei Naters VS
zum Artikel «Herzstück am Munder Berg»

Eine weitere Erfolgsstory ist die Rettung des Huberhauses in Bellwald VS durch unsere Stiftung Ferien im Baudenkmal:
zum Dossier Huberhaus

Weitere Informationen zum Objekt auf Stefan Höhns Website
mehr Bilder 

Weitere Fälle

Erfolg / Mund ob Naters, VS

Rettungsaufruf über Facebook wirkt!

Ein engagiertes Paar kauft über 500-jähriges Holzhaus und will dort nun verwirklichen, was unmöglich erscheint: das Objekt wieder bewohnbar machen. Auf das Gebäude sind sie dank eines Hinweises des Heimatschutzes auf Facebook gestossen.

Laufend / Steinen, SZ

Abbruch eines über 700-jährigen Holzhauses vorläufig gestoppt

Zum wiederholten Male musste der Schweizer Heimatschutz und seine kantonale Sektion im Herbst 2017 gegen den Abbruch eines 700-jährigen Holzhauses Stellung beziehen. Der Abbruch in Steinen SZ ist seither superprovisorisch gestoppt – aber noch nicht definitiv vom Tisch.

Laufend / Bern, BE

Meienegg – erste genossenschaftliche Wohnsiedlung Berns bedroht

Die Stadt Bern und die Fambau-Genossenschaft als Eigentümerin sind sich einig: Ein Grossteil der Siedlung Meienegg – einer der wichtigsten Zeugen der Nachkriegsarchitektur in Bern – soll abgebrochen werden. Und dies obwohl die Siedlung in gutem Zustand ist. Für die Fachwelt ist der geplante Abbruch unverständlich. 

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